Samstag, September 30, 2006

Dokumentation ins Nirvana geklickt

Im Doccheck-Newsletter findet sich aktuell ein guter Artikel über die Nöte und Tücken der elektronischen Dokumentation. Anlass ist ein Urteil des OLG Hamm vom 26.01.2006, das hervorhebt, dass elektronisch gespeicherte Dokumentation gegen nachträgliche Veränderung geschützt sein muss.

Mittwoch, September 20, 2006

Amokläufer

Auf Telepolis nimmt sich Florian Rötzer in gewohnt bissig-fundierter Weise der Spezies der Amokläufer und Selbstmordattentäter an.

Burn-Out-Test

Ich weiß nicht, wie seriös die "Gezeitenhaus-Klinik" ist, aber ihr "Burn-Out-Test" macht einen recht vernünftigen Eindruck (und die "Tipps zur Burn-Out-Prävention" auch) ...

Mittwoch, September 13, 2006

Elektronische Ausweise

Heise meldet heute, dass nach dem elektronischen Reisepass nun auch der elektronische Personalausweis kommen soll. Das erscheint überstürzt, weil der Reisepass mit Chip ja eineseits umstritten ist und andererseits nicht so 100%ig zu funktionieren scheint (von grundsätzlichen Bedenken gegen die RFID-Technik ganz abgesehen).

Hier ist eine gute Informationssammlung zum Thema.

Donnerstag, September 07, 2006

Postwendende Begutachtung im Sonderangebot

Gerade rief ein freundlicher Herr einer privaten Krankenversicherung an und erkundigte sich, ob wir denn auch Gutachten zur Arbeitsfähigkeit erstellten. Machen wir. Ich konnte mir aber dann doch nicht die Frage nach der Vergütung verkneifen. Die erfolge nach GOÄ (was bedeutet, dass ich mir aus unterschiedlichen Ziffern eine Vergütung für die Untersuchung/Exploration zusammenstückeln darf und dann nach Ziffer 85 "Aufwendige schriftliche gutachtliche Äußerung" je angefangene Stunde Arbeitszeit 29,14 Euro abrechnen darf - und das bei einem Probanden, den ich nicht bereits aus anderem Zusammenhang kenne). Als ich dann darauf verweise, dass wir Gutachten in der Regel nach JVEG mit einem Stundensatz von 60 Euro abrechnen und ich für ein einigermaßen fundiertes Gutachten mit etwa 400 Euro rechne, erbleicht mein Gesprächspartner hörbar. Er verzichtet schließlich ganz auf unsere Dienste, als ich durchblicken lasse, dass urlaubsbedingt erst mit einer Gutachtenabgabe im Oktober zu rechnen sei.

Fundierte Gutachten zum Billigtarif und das auch noch in Wochenfrist - das geht einfach nicht.

[Eine ähnliche Auseinandersetzung hatte ich letzthin auch mit einer Berufsgenossenschaft, die aber immerhin dann mit einer Vergütung in Anlehnung an das JVEG einverstanden war.]

"San des d'Bullen?"

Einem Urteil des Landgerichts Regensburg zufolge darf man in Bayern im Halbschlaf Polizisten straffrei als "Bullen" bezeichnen. Der Begriff "Bulle" sei in Bayern für Polizisten umgangssprachlich und darum nicht automatisch beleidigend. Sonst könne es ja auch nicht eine TV-Serie mit dem Titel "Der Bulle von Tölz" geben ...

Theologiestudium sichert höheres Honorar

Das Handakte Weblawg berichtet heute von einem Urteil des OLG Hamm, das einem Berufsbetreuer aufgrund seines abgeschlossenen Studiums der katholischen Theologie besondere Kenntnisse attestiert und deswegen einen höheren Stundensatz (31,00 statt 18,00 Euro) zubilligt.

Vielleicht sollte ich mir auch noch ein paar weitgehend berufsfremde Sonderqualifikationen ausdenken, die höhere Honorarstufen rechtfertigen ...

Ladendieb schluckt Kopfhörer

Eine skurrile Vernichtung von Beweismitteln berichtet heute die Netzeitung.

Mord ist mein Beruf legt angesichts der erlittenen Pein die Anwendung von § 153 StPO nahe.

Dienstag, September 05, 2006

Überwachungsstaatliche Sozialprävention

Ob das eine Lösung ist? "Big Brother" lässt grüßen ...

Ein Armutszeugnis

... ist es, wenn in einem Rechtsstaat eine unerschrockene Anwältin wie die Frauenrechtsaktivistin Seyran Ates aufgrund einer Bedrohungssituation aufgibt. Man mag sich nicht ausmalen, was Seyran Ates alles mitmachen musste, damit diese standhafte Frau schließlich den Entschluss fasste, den Anwaltsberuf aufzugeben.

Schade (und trotzdem Respekt vor ihrem klaren Entschluss).